Niederlage für Österreichs Damen im Halbfinale

05.08.2022 - Wien, Österreich

Das deutsche Damenduo gewann das Semifinale gegen die Gastgebernation und trifft am Samstag auf die Schweiz

Die Damenmannschaft der Gastgebernation Österreich traf im Semifinale am vierten Spieltag auf Deutschland. Aufseiten Österreichs ging Dorina und Ronja Klinger als zweitgesetztes Team im ersten Match an den Start. Das Geschwisterduo durfte sich 2022 bereits über ihren ersten World Tour Titel überhaupt freuen. Am Court in der Red Bull Beach Arena erwarteten sie die 34-jährige Julia Sude und die 33-jährige Karla Borger aus Deutschland, welche sich erst vor wenigen Wochen den fünften Platz bei der Elite 16 in Gstaad sichern konnten.

Das österreichische Geschwisterduo startete nicht wie gewünscht in den ersten Satz des ersten Matches. Das deutsche Team Borger/Sude ging bereits zu Beginn in Führung und holte einen Punkt nach dem anderen. Österreich konnte zwar mit der Unterstützung des zahlreich erschienenen Publikums aufholen, spielte jedoch teilweise unsauber und zeigte sich fehleranfällig. Die Geschwister Klinger zeigten Kampfgeist und Siegeswillen, Deutschland war letztendlich aber die bessere Mannschaft und konnte sich den ersten Satz mit einem Vorsprung von acht Punkten sichern (21:13).

Auch der zweite Satz verlief ähnlich. Das österreichische Geschwisterduo kämpfte vor dem heimischen Publikum um jeden Punkt. Julia Sude und Karla Borger aus Deutschland zeigten sich jedoch außerordentlich stark und konnten sich im zweiten Satz mit 21:12 gegen die Gastgebernation durchsetzen. Deutschland gewann somit das erste Match 2:0.

Im zweiten Match trafen nun die topgesetzten Teams der beiden Nationen aufeinander. Aufseiten der Gastgebernation spielten Katharina Schützenhöfer und Lena Plesiutschnig. Die beiden 28-Jährigen sind die Staatsmeisterinnen von 2021 und gehören bereits seit Jahren zur österreichischen Elite in dieser Sportart. Auf der gegnerischen Seite standen diesmal die Siegerinnen der FIVB Elite 16 Ostrava 2022 sowie die WM-Dritten im selben Jahr – die 31-jährige Cinja Tillmann und die 21-jährige Svenja Müller.

Bereits im ersten Satz boten die beiden Elite-Duos den tausenden Anwesenden ein atemberaubendes Spiel, geprägt von langen Ballwechseln. Die Stimmung in der Red Bull Beach Arena war unfassbar. Punkt für Punkte pushte das Publikum die heimische Mannschaft nach vorne. Es kam zu zahlreichen Führungswechseln. Aus österreichischer Sicht endete der erste Satz jedoch nicht wie erwünscht. Das deutsche Duo gewann die Oberhand und sicherte sich somit den ersten Satz knapp mit 24:22.

Im zweiten Satz wendete sich jedoch das Blatt. Die Österreicherinnen zeigten Siegeswillen und konnten sich gegen die deutsche Mannschaft, welche teilweise unkonzentriert wirkte, mit 21:17 durchsetzen. Es wurde somit ein dritter Satz mit 15 Punkten gespielt. Auch in diesem Satz zeigten sich beide Mannschaften außerordentlich stark. Es ist ein Duell auf Augenhöhe. Für beide Nationen ging es um den Einzug ins Finale. Trotz einer beeindruckenden Leistung der beiden Österreicherinnen Plesiutschnig/Schützenhöfer ging der entscheidende dritte Satz mit 16:14 an das gegnerische Duo. Deutschland gewann somit das zweite Match 2:1.

Der Nations Score der Gastgebernation lautet daher 0:2.

Während Deutschland am Samstag um die Gold-Medaille kämpfen wird (16:30 Uhr), bestreitet das österreichische Team ebenfalls am Samstag ihr Match um den dritten Platz (13 Uhr).