Beach EM Top 5 Momente – Damen

24.08.2021 - Wien, Österreich

Gemeinsam blicken wir auf einige der schönsten Momente des Turniers in Wien zurück

Vor knapp zehn Tagen konnten Nina Betschart und Tanja Hüberli die A1 CEV Beach Volleyball Europameisterschaften Wien 2021 presented by Swatch für sich entscheiden, aber wir verstehen euch vollkommen, wenn euch die Erinnerungen an die bisher beste Ausgabe des Events nicht aus dem Kopf gehen wollen – uns geht es genauso.

Wir werden nicht müde, das Turnier wieder und wieder zu rekapitulieren und einige der schönsten Momente, die wir in der österreichischen Hauptstadt erlebt haben, noch einmal aufleben zu lassen. Dieses Mal präsentieren wir euch fünf der denkwürdigsten Momente, die uns die Europameisterschaften geboten haben.

Das erste Spiel in der Red Bull Beach Arena

Schon vor dem Turnier war klar, dass das erste Spiel in der Red Bull Beach Arena ein Besonderes sein wird. Es markierte nicht nur die Rückkehr des Beachvolleyballs nach Wien nach zwei Jahren (es kommt einem so viel länger vor, nicht wahr?), sondern stellte den Spielern und Fans auch das neue Layout und die neue Lage des legendären Stadions vor. Der Austragungsort bestand den Test und sorgte von Anfang an für Gänsehautstimmung. Im ersten Match setzten sich die niederländischen Veteraninnen Sanne Keizer und Madelein Meppelink, beide zweimalige Europameisterinnen, gegen die jungen Österreicherinnen Eva Pfeffer und Franziska Friedl durch.

Ukrainische Zwillinge sorgen für Aufregung

Die 2.000 Fans, die noch in der Nacht die Red Bull Beach Arena enttäuscht verließen und nach Hause gingen, mögen zwar anderer Meinung sein, aber der Sieg der ukrainischen Zwillinge Inna und Iryna Makhno gegen die Publikumslieblinge Lena Plesiutschnig und Katharina Schützenhöfer gehörte zu den spektakulärsten des gesamten Turniers. Die Ukrainerinnen waren die klaren Außenseiterinnen, ließen sich aber von der vollgepackten Red Bull Beach Arena nicht aus der Ruhe bringen, spielten ein ziemlich einfaches, aber ebenso effizientes Spiel und sicherten sich damit den Dreisatzerfolg und den Poolsieg.

Das tschechische Duell

Spiele, an denen zwei Mannschaften aus demselben Land beteiligt sind, sind bei Europameisterschaften nichts Ungewöhnliches, aber nicht viele finden in einer Konstellation wie dieser statt. Drei Tage vor Beginn des Turniers waren die Tschechinnen Marie-Sara Stochlova und Martina Williams bei der EM noch nicht mit von der Partie, aber aufgrund von Verletzungen ihrer Landsfrauen wurden beide als Ersatzspielerinnen aufgeboten. Stochlova spielte an der Seite von Barbora Hermmanová, während Williams mit Michala Kvapilová antrat. Und siehe da: Die beiden Tschechinnen, die erst vor zehn Tagen gemeinsam ein World Tour-Turnier gewonnen hatten, standen sich im Achtelfinale gegenüber. Stochlova und Hermannová gewannen dieses sicher für alle besondere Match und zogen in das Viertelfinale ein.

 

Van Iersel sagt auf Wiedersehen

Die Europameisterschaften werden auch immer wieder gerne genutzt, um von der internationalen Bühne Abschied zu nehmen. In diesem Jahr hatten wir die Ehre, den niederländischen Star Marleen van Iersel zu verabschieden. Die 33-jährige Verteidigungsspielerin, zweifache Olympiateilnehmerin und Europameisterin gewann ihre ersten beiden Spiele mit Pleun Ypma und verlängerte damit ihren Verbleib im Bewerb und ihre Karriere um zwei weitere Tage. Im Achtelfinale unterlag sie jedoch ihren niederländischen Kolleginnen und späteren Silbermedaillengewinnerinnen Katja Stam und Raisa Schoon und beendete damit ihre Karriere in Wien.

 

Betschart/Hüberli drehen Halbfinale

Natürlich wollen wir auch unsere Champions Betschart/Hüberli nicht unerwähnt lassen, aber wenn ihr jetzt dachtet, wir würden hier nur das Goldmedaillenmatch hervorheben, dann habt ihr euch getäuscht. Der Sieg gegen Stam/Schoon im Finale war sicherlich von immenser Bedeutung, mindestens genauso wichtig war aber das unglaubliche Comeback, das die beiden hinlegten, um überhaupt ins Finale zu kommen. Die Schweizerinnen standen im Halbfinale bereits mit dem Rücken zur Wand und lagen gegen die Deutschen Karla Borger und Julia Sude mit 14:11 zurück. Doch sie kämpften sich eindrucksvoll in die Partie zurück und erzielten fünf Punkte in Folge, entschieden das Spiel schließlich für sich und gingen mit viel Selbstvertrauen in das Goldmedaillenmatch.